Alle fünf Jahre wird traditionell ein neuer Maibaum auf der Festwiese in Ottobrunn aufgestellt. Zuvor wird der Baum während einer rund sechswöchigen Wachzeit von den Mitgliedern bewacht und auch bearbeitet. Nach dem Schepsen (den Stamm von der Rinde befreien) wird der Baum abgehobelt, geschliffen und anschließend bemalt. Darauf folgen die Gestaltung der Zunftzeichen und das Herrichten der Spitze. Während der Wachzeit ist die Wachhütte (das Vereinsheim) Anlaufpunkt für allerlei Besuch. Bürger, ortsansässige und umliegende Vereine, Bürgermeister und Besuch aus dem Ausland gibt sich dann bei uns die Klinke in die Hand.. Sollte der Baum in der Wachzeit von Nichtortsansässigen gestohlen werden, ist zum einen die Schande groß und zum anderen die Wiederbeschaffung in Form von Bier und Brotzeit kostspielig.

Am Festtag, dem 1. Mai, wird der Baum mit einem Pferdegespann unter Begleitung von Blasmusik zur Festwiese transportiert, wo er dann mit Muskelkraft (sprich von Hand) aufgestellt wird. Nach dem Aufstellen folgt der Maitanz.

Kindergartenmaibäume
Der Burschenverein Ottobrunn engagiert sich, auch den kleinsten Bürgern Ottobrunns das Brauchtum des Maibaums nahe zu bringen. So spendiert der Verein für ortsansässige Kindergärten und Schulen kleine Maibäume. Diese werden von den Mitgliedern in ihrer Freizeit hergerichtet.